Friseursalon
Einen Friseursalon einrichten, in dem der Rücken mitmacht.
Bedienplätze, Waschbereich, Farbstation und Empfang — geplant und gebaut über einen Vertragspartner. Für Salons in Wetzlar, Gießen und im Lahn-Dill-Kreis.
Im Salon planen wir für acht Stunden Stehen.
Ein Bedienplatz, der zwanzig Zentimeter zu eng steht, kostet Sie keine Kundin. Er kostet Sie Ihren Rücken — und zwar erst nach dem dritten Jahr, wenn niemand mehr an den Umbau denkt.
Deshalb fragen wir beim Aufmaß Dinge ab, die auf keinem Grundriss stehen: Arbeiten Sie überwiegend von rechts oder von links? Wie viele Plätze sind zur Hauptzeit gleichzeitig besetzt? Wird bei Ihnen viel gefärbt? Aus den Antworten ergibt sich die Aufteilung — nicht umgekehrt.
Was im Salon vorher festgelegt sein muss
- Achsabstand der Bedienplätze — zwischen zwei Stühlen müssen zwei Personen arbeiten können, ohne sich zu berühren, und der Kunde muss bequem ein- und aussteigen. Wer die Plätze enger setzt, um einen mehr unterzubringen, macht alle vorhandenen schlechter.
- Anschlusshöhe am Rückwärtswaschplatz — sitzt sie falsch, stehen Sie beim Waschen schief. Das merkt man nicht beim Aufbau, sondern nach der dritten Woche. Die Höhe richtet sich nach dem gewählten Waschsessel, deshalb legen wir das Modell vor der Installation fest und nicht danach.
- Schwenkbereich der Waschsessel — hinter dem Waschplatz braucht es freie Fläche zum Zurückschwenken. Eine Wand oder ein Regal zu dicht dahinter macht den Platz unbenutzbar.
- Bodenbelag, der Haare wieder hergibt — offenporige oder stark strukturierte Beläge halten Haarschnitt fest, und kein Besen bekommt ihn heraus. Wir empfehlen dichte, fugenarme Beläge und ziehen sie an der Wand hoch, damit die Fuge nicht zur Schmutzkante wird.
- Stromkreise für Föhne und Geräte — mehrere Föhne gleichzeitig sind eine reale Last. Wir planen ausreichend getrennte Stromkreise mit passender Absicherung und Steckdosen an jedem Platz in Arbeitshöhe, nicht in Fußleistenhöhe.
- Farbstation mit eigenem Becken — Anrühren gehört nicht an den Bedienplatz und nicht an den Waschplatz. Eine eigene Fläche mit Becken, Arbeitsplatte, Stauraum für Farben und einer abwaschbaren Rückwand spart täglich Wege und schützt die Möbel.
- Lüftung im Farbbereich — Blondierung und Dauerwelle riechen. Eine Abluftführung dort, wo angerührt wird, hält den Geruch aus dem Wartebereich. Nachträglich ist das aufwendig, in der Planung günstig.
- Farbechtes Licht am Bedienplatz — Farbberatung unter Licht mit schlechter Farbwiedergabe führt zu Reklamationen, für die Sie nichts können. Wir planen Leuchten mit hoher Farbwiedergabe und beleuchten das Gesicht von vorn statt von oben, damit keine Schatten entstehen.
- Spiegelachsen und Stellwände — Spiegel gegenüber Spiegel erzeugt eine Endlosreihe, in der niemand gern sitzt. Wir versetzen die Achsen oder arbeiten mit halbhohen Stellwänden.
- Empfang mit Verkaufsfläche — Pflegeprodukte verkaufen sich in Griffhöhe neben der Kasse und nicht im Regal an der Rückwand.
Der Farbbereich gehört nicht an den Bedienplatz.
Anrühren am Stuhl ist die häufigste Notlösung in kleinen Salons — und die, die am schnellsten Möbel und Boden ruiniert.
Eine eigene Farbstation braucht wenig Fläche und löst gleich vier Probleme: ein eigenes Becken zum Ausspülen, eine Arbeitsplatte, die Farbe verträgt, Stauraum für Tuben und Entwickler in Griffhöhe und eine abwaschbare Rückwand. Dazu eine Abluftführung genau dort, wo angerührt wird, damit der Geruch nicht im Wartebereich landet.
Das ist ein Beispiel dafür, warum wir vor der Möbelauswahl nach Ihrem Leistungsspektrum fragen. Ein Salon, in dem viel gefärbt wird, braucht einen anderen Grundriss als einer, der überwiegend schneidet.
Umbau bei laufendem Betrieb.
Bei Salons ist das häufiger möglich als gedacht. Wenn der Waschbereich an einer Wand liegt und die Bedienplätze an der anderen, lässt sich abschnittsweise arbeiten: erst die eine Seite, dann die andere. Sie arbeiten mit reduzierter Platzzahl weiter, statt drei Wochen zu schließen.
Voraussetzung ist eine staubdichte Abtrennung und eine Gewerkefolge, die auf Ihre Öffnungszeiten Rücksicht nimmt. Beides steht im Terminplan, bevor gearbeitet wird — mit den Tagen, an denen es laut wird.
Fragen von Saloninhabern
Wie viele Bedienplätze passen auf meine Fläche?
Das entscheidet der Zuschnitt, nicht die Quadratmeterzahl. Ein langer schmaler Salon trägt mehr Plätze als ein quadratischer mit gleicher Fläche, weil die Plätze in einer Reihe an der Wand stehen können. Nach dem Aufmaß bekommen Sie zwei Varianten mit unterschiedlicher Dichte.
Ich übernehme einen bestehenden Salon. Was lohnt sich?
Meist der Boden, die Beleuchtung und der Empfang — das sind die drei Dinge, die den Gesamteindruck bestimmen und relativ günstig zu ändern sind. Waschplätze zu versetzen wird dagegen schnell teuer, weil Wasser und Abwasser mitgehen müssen. Beim Ortstermin sagen wir Ihnen, was mit begrenztem Aufwand viel bringt.
Können Sie auch nur den Waschbereich erneuern?
Ja. Teilprojekte sind bei Salons üblich und sinnvoll, wenn das Budget eine Komplettlösung nicht hergibt. Sie bekommen dieselbe Struktur — Leistungsverzeichnis, Terminplan, Abnahme — nur in kleinerem Umfang.
Wie lange hält so eine Einrichtung?
Die Möbel überstehen in der Regel deutlich mehr als der Stil. Wir planen deshalb so, dass sich Fronten, Oberflächen und Beleuchtung austauschen lassen, ohne die Installation anzufassen. Der teure Teil ist immer das, was in der Wand liegt.
Kosmetik, Physio, Podologie.
Jede dieser Nutzungen bringt eigene Anforderungen mit. Der Ablauf ist derselbe: erst ansehen, dann kalkulieren, dann bauen.