Kitas und Krippen
Kita einrichten: drei Wochen, in denen der Raum fertig wird.
Gruppenräume, Spielebenen, Garderoben und Waschräume — gebaut, montiert und abgenommen, bevor die Kinder wiederkommen. Regional komplett, Möbelmontage deutschlandweit.
Die Spielebene ist kein Möbelstück.
Sie ist der einzige Einbau in der Kita, der Kinder trägt. Deshalb entscheidet sie über Statik, Absturzsicherung und Einsehbarkeit — und deshalb wird sie gebaut, nicht bestellt.
Eine erhöhte Spielebene schafft auf derselben Grundfläche zwei Ebenen: oben Rückzug und Überblick, unten eine Höhle. Für den Gruppenraum ist das der größte Gewinn an nutzbarer Fläche, den es überhaupt gibt.
Baulich ist sie das Anspruchsvollste im Raum. Ab einer Absturzhöhe von einem Meter verlangt das Regelwerk eine Brüstung von mindestens einem Meter Höhe. Die Öffnungen darin dürfen so schmal sein, dass kein Kind hindurchrutscht und keine Finger eingeklemmt werden — und gleichzeitig so offen, dass die Erzieherinnen und Erzieher von unten sehen, was oben passiert. Senkrechte Füllstäbe lösen beides zugleich, waagerechte laden zum Klettern ein.
Diese drei Anforderungen widersprechen sich teilweise. Sie in einem Bauteil aufzulösen, das auch noch in den Raum passt, ist die eigentliche Arbeit — und der Grund, warum Spielebenen fast immer als Einbau entstehen.
Was bei Kitas vorher feststehen muss
Sieben Punkte, die den Grundriss bestimmen. Die meisten davon sind Sicherheit und Logistik, nicht Gestaltung.
Beim Ortstermin gehen wir sie mit Ihnen durch — mit Raumliste und dem Schließkalender Ihrer Einrichtung.
- U3 oder Ü3 — Krippe und Kindergarten brauchen unterschiedliche Möbelhöhen, unterschiedliche Öffnungsmaße und unterschiedliche Sanitärhöhen. Gruppen, die später wechseln sollen, planen wir von vornherein umrüstbar, weil ein Nachrüsten teurer ist als eine Vorbereitung.
- Die Vorgaben Ihres Unfallversicherers — welche Anforderungen für Ihre Einrichtung gelten, sagt Ihnen Ihre Unfallkasse, nicht wir. Bringen Sie sie zum Ortstermin mit, dann entsteht der Grundriss darum herum statt dagegen.
- Tragfähigkeit der Decke und des Bodens — bei Spielebenen, Podesten und schweren Regalwänden ist das die erste Frage. In Altbauten und in Modulbauten fällt die Antwort unterschiedlich aus.
- Der Weg in den Raum — Türbreiten, Treppenpodeste, ob es einen Aufzug gibt. Spielebenen werden in Teilen geliefert und im Raum zusammengebaut; wie klein die Teile sein müssen, entscheidet der Weg.
- Akustik — eine Kita ist der lauteste Raum, den wir einrichten. Harte Oberflächen verstärken das, und der Lärm trifft nicht nur die Kinder, sondern das Personal über acht Stunden. Wo Akustikelemente hingehören, klären wir vor der Möblierung, nicht danach.
- Wohin mit dem Altbestand — Zwischenlager, Abtransport und Entsorgung gehören in den Terminplan. Sonst steht die alte Einrichtung im Flur, wenn die neue kommt.
- Der Schließzeitraum — die meisten Einrichtungen schließen im Sommer etwa drei Wochen. Das ist die Hälfte dessen, was eine Schule hat. Wir planen rückwärts vom ersten Betreuungstag.
Wir bauen. Die Vorgaben kommen von Ihrer Unfallkasse.
Was Ihre Einrichtung im Einzelnen erfüllen muss, steht in den Vorschriften Ihres Unfallversicherungsträgers und wird von dessen Aufsichtspersonen geprüft. Das ist deren Zuständigkeit, und wir maßen sie uns nicht an.
Unsere Aufgabe ist die bauliche: Flächen, Anschlüsse, Oberflächen, Geländer und Wege so anzulegen, dass Ihre Vorgaben im Alltag einhaltbar sind — und dass die Abnahme ohne Nachbesserung durchgeht. Bringen Sie die Anforderungen mit zum Ortstermin, wir setzen sie in Grundriss und Leistungsverzeichnis um.
Fragen von Kita-Trägern
Müssen wir das ausschreiben?
Das hängt vom Auftragswert und von Ihrer eigenen Vergabeordnung ab. Seit der Novelle des hessischen Vergaberechts im Jahr 2026 dürfen Liefer- und Dienstleistungen bis 100.000 Euro netto direkt vergeben werden. Viele Kita-Einrichtungen liegen darunter. Ob Ihr Träger zusätzlich eigene Grenzen setzt, wissen Sie besser als wir — fragen Sie im Zweifel Ihre Kämmerei oder Ihren Verwaltungsrat.
Schaffen Sie einen Gruppenraum in drei Wochen?
Bei reiner Möblierung deutlich schneller. Wenn eine Spielebene gebaut wird und Elektrik oder Boden dazukommen, hängt es an der Reihenfolge: Boden vor Möbeln, Elektrik vor Boden. Genau deshalb planen wir rückwärts vom ersten Betreuungstag und sagen Ihnen beim Ortstermin, wie viele Räume in Ihrem Zeitfenster realistisch sind — lieber einer weniger als ein Termin, der nicht hält.
Können wir während des Betriebs umbauen?
Raumweise ja, mit staubdichter Abtrennung und getrennter Wegeführung — die Baustelle darf zu keinem Zeitpunkt für Kinder erreichbar sein, und Fluchtwege bleiben frei. Bei Arbeiten an Spielebenen, Elektrik oder Boden ist eine Schließzeit fast immer der bessere Weg, weil zonenweises Arbeiten die Bauzeit spürbar verlängert.
Wir haben die Möbel schon bestellt.
Dann übernehmen wir nur Lieferannahme, Montage und Aufstellung nach Ihrem Stellplan, einschließlich Verpackungsentsorgung und Abnahme mit Protokoll. Das ist ein üblicher Zuschnitt und braucht keinen Gesamtauftrag. Sinnvoll ist nur, dass wir den Weg in den Raum vor der Anlieferung gesehen haben.
Wir sind eine Kirchengemeinde, keine Kommune.
Das ändert am Ablauf nichts, wohl aber an der Entscheidungsfindung: Bei Gemeinden entscheidet oft der Vorstand in einer Sitzung, die alle paar Wochen stattfindet. Deshalb bekommen Sie von uns einen Kostenrahmen, der nach Gewerken gegliedert ist und sich ohne Rückfragen vorlegen lässt — sagen Sie beim Ortstermin, dass Sie ihn dafür brauchen.
Auch Schulen, Pflegeheime und Büros.
Verwandte Aufgaben mit demselben Zeitdruck. Der Ablauf und der Ansprechpartner bleiben dieselben.