Ladenbau

Vom leeren Mietobjekt zur fertigen Verkaufsfläche.

Ladeneinrichtung, Beleuchtung, Kassenbereich und Beschilderung — geplant und gebaut über einen Vertragspartner.

Ladenfläche mit beleuchteter Regalwand aus heller Eiche, freistehendem Warentisch und Stromschienen an der Decke
Gestaltungsbeispiel

Der Grundriss entscheidet über den Umsatz.

Bevor wir über Regale reden, reden wir über Wege. Wie Kunden durch Ihre Fläche laufen, bestimmt, was sie sehen — und was sie kaufen.

Wir zeichnen die Laufwege in den Grundriss ein, bevor ein Möbel bestellt wird. Dabei geht es um Dinge, die sich später nicht mehr korrigieren lassen: Wo entsteht die Dekompressionszone hinter dem Eingang, in der ohnehin nichts wahrgenommen wird? Läuft die Fläche rechts herum, wie es die meisten Kunden unbewusst tun? Steht die Kasse so, dass sie den Ausgang sichert, ohne den Weg zu blockieren? Bleibt zwischen den Warenträgern genug Platz, damit zwei Personen aneinander vorbeikommen, ohne sich zu berühren?

Das sind keine Geschmacksfragen. Ein Regal, das 20 Zentimeter zu tief ist, kostet Sie über Jahre Gangbreite. Eine Kasse an der falschen Wand kostet Sie jeden Tag Wege.

Was zu einer Ladeneinrichtung gehört

  • Warenträger und Regalsysteme — Wandregale, freistehende Mittelraumelemente, Tische für Aktionsware. Wir planen sie nach Ihrem Sortiment, nicht nach Katalogseiten: Kleidung braucht Hängefläche und Tiefe, Kosmetik braucht Sicht und Griffhöhe, Lebensmittel brauchen Nachfüllbarkeit von hinten.
  • Kassen- und Beratungsplatz — mit ausreichend Ablage, Stauraum für Verpackung, Anschlüssen für Kasse und Kartenleser sowie einer Höhe, an der man acht Stunden stehen kann.
  • Beleuchtung — Grundlicht für den Raum, Akzentlicht auf die Ware. Ohne gerichtetes Licht wirkt auch teure Ware billig. Wir planen Stromschienen so, dass Sie Strahler nachrüsten und umsetzen können, wenn sich das Sortiment ändert.
  • Umkleiden — mit Spiegel im richtigen Winkel, blendfreiem Licht und einem Vorhang oder einer Tür, die tatsächlich schließt.
  • Schaufensterzone — Podeste, Rückwand, Stromanschluss für Beleuchtung und ein Boden, der sich vom Verkaufsraum absetzt.
  • Beschilderung — Außenwerbung, Orientierung im Raum, Öffnungszeiten. Bei Außenschildern klären wir vorab, ob eine Genehmigung nötig ist.
  • Boden, Wände, Decke — der Untergrund, der über den Gesamteindruck entscheidet und den man später nicht mehr tauscht.

Was ein Ladenlokal teuer macht — und was nicht.

Die Möbel sind selten der große Posten. Teuer wird, was man nicht sieht: Elektrik, die neu gezogen werden muss, weil an der geplanten Kasse kein Anschluss liegt. Ein Boden, der raus muss, weil der Aufbau nicht trägt. Eine Lüftung, die nachgerüstet wird, weil im Mietvertrag steht, dass der Raum zurückgebaut werden muss.

Deshalb schauen wir uns beim Ortstermin zuerst den Bestand an und erst danach den Wunsch. Was wir dabei finden, steht im Kostenrahmen — gegliedert nach Gewerken, damit Sie sehen, wo sich drehen lässt.

Innenausbau im Bau: Trockenbau-Ständerwerk mit Dämmung, Leerrohre, halb beplankte Wand und Werkzeug auf einem Bock
Was hinter der Wand liegt, bestimmt die Kosten — Gestaltungsbeispiel

Häufige Fragen zum Ladenbau

Können wir während des Umbaus geöffnet bleiben?

Bei größeren Flächen oft ja — dann arbeiten wir abschnittsweise und trennen die Baustelle staubdicht ab. Bei kleinen Läden oder wenn Boden und Elektrik neu gemacht werden, ist eine Schließzeit meist die günstigere Lösung. Wir sagen Ihnen beim Ortstermin, was realistisch ist.

Was ist mit dem Rückbau am Ende der Mietzeit?

Ein Punkt, der gern übersehen wird. Steht im Mietvertrag eine Rückbaupflicht, planen wir von Anfang an so, dass sich Einbauten später lösen lassen — das spart am Ende deutlich mehr, als es am Anfang kostet. Bringen Sie den Mietvertrag zum Ortstermin mit.

Übernehmen Sie auch die Außenwerbung?

Ja, Beschilderung gehört zu den Gewerken in unserem Netzwerk. Ob eine Genehmigung nötig ist, hängt von Gemeinde und Gebäude ab — bei denkmalgeschützten Fassaden fast immer. Wir klären das, bevor etwas bestellt wird.

Können wir Möbel aus dem alten Laden weiterverwenden?

Häufig ja, zumindest teilweise. Wir sehen uns beim Ortstermin an, was sich lohnt zu übernehmen und was ersetzt werden sollte. Aufarbeiten ist nicht immer günstiger als neu — aber manchmal schon, besonders bei Massivholz.

Auch für Studios, Praxen und Büros.

Derselbe Ablauf, andere Anforderungen. Was in einem Studio zählt, sind Kabinentiefen und Nassbereiche; in einer Praxis Diskretion und Hygieneoberflächen; im Büro Akustik und Elektrik.

Studios · Praxen · Büros

Behandlungskabine mit freistehender Liege, Rollwagen, indirekter Beleuchtung und dunkelgrüner Wand
Behandlungskabine in einem Studio — Gestaltungsbeispiel